Trans* und Queer

Trans* und nicht-binäre Jugendliche stehen oft vor besonderen Herausforderungen: Fragen zur Geschlechtsidentität treffen auf die körperlichen und emotionalen Veränderungen der Pubertät. In dieser sensiblen Phase biete ich eine psychotherapeutische Begleitung mit fundierter Kenntnis der besonderen Lebenslagen junger trans* Personen.
Meine Haltung ist trans*affirmativ und ergebnisoffen – ich unterstütze Jugendliche auf ihrem individuellen Weg der Selbstfindung und Identitätsentwicklung.

Psychotherapeutische Begleitung
Im geschützten Rahmen entwickeln wir gemeinsam Klarheit über die eigene Geschlechtsidentität und gehen achtsam mit Genderdysphorie und den damit verbundenen Belastungen um. Identitätsentwicklung ist ein natürlicher Prozess. Ziel ist es, den eigenen, stimmigen Weg zu finden.
Diagnostik und Indikation
Wenn sich der Wunsch nach medizinischen Maßnahmen festigt, orientiere ich mich in der diagnostischen Arbeit an den aktuellen S2k-Leitlinien. Bei entsprechender Indikation erstelle ich Stellungnahmen für Fachärzt:innen.
Umgang mit zusätzlichen Belastungen
Gesellschaftliche Herausforderungen und Diskriminierung können zu Ängsten, Unsicherheit oder depressiven Verstimmungen führen. Diese Themen bearbeiten wir parallel zur Identitätsarbeit, um Ressourcen zu stärken und psychische Stabilität zu fördern.

Transgender-Gruppe
Die Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie ist besonders wirksam. In der therapeutisch begleiteten Gruppe finden trans* und nicht-binäre Menschen einen geschützten Raum für Austausch, Unterstützung und Akzeptanz – wertvolle Erfahrungen, die das Selbstvertrauen und die innere Sicherheit nachhaltig stärken.
Die Transgender-Gruppe dient der Reflexion und Vertiefung zentraler Themen wie Identität, Unsicherheiten und dem Alltagserleben. Sie umfasst zudem spezifische Fragen zu einer möglichen Transition, dem Umgang mit Genderdysphorie, Coming-out-Prozessen sowie der Reflexion der eigenen Geschlechtsidentität, verschiedenen Ebenen von Geschlecht und des Begehrens. Der gezielte Erfahrungsaustausch, die gegenseitige Unterstützung und die fachlichen Impulse ermöglichen mehr Klarheit, Stabilität und persönliche Entwicklung.

Elternarbeit
Bei Jugendlichen unter 18 Jahren ist die Einbeziehung der Eltern ein zentraler Bestandteil der Therapie. Ziel ist es, Verständnis, Unterstützung und Akzeptanz zu fördern. Nach Bedarf können auch Geschwister einbezogen werden.
Trans*-Elterngruppe
Für Bezugspersonen von trans* Jugendlichen biete ich eine unterstützende Elterngruppe an.
Hier gibt es Raum für Fragen, Orientierung und Austausch mit anderen Eltern. Inhalte sind u. a. Identitätsentwicklung, Transition, Umgang im Alltag und der eigene Prozess als Elternteil. Die Gruppe stärkt Sicherheit, Verständnis und eine transsensible Begleitung zu Hause.

